Energiesparen

Stromspartipps

10 Tipps zum Strom sparen 

 

1: Neue Heizungspumpe

Bei einer Zentralheizung ist die Pumpe dafür zuständig, dass jeder Heizkörper im Haus mit warmem Wasser versorgt wird. Dass diese einer der größten Energieverschwender sein kann, ist vielen Eigenheimbesitzern nicht klar: Eine alte, ungeregelte Heizungspumpe verbraucht 170 bis 230 Euro Strom pro Jahr, während eine Hocheffizienz-Pumpe nur 3 bis 10 Euro Strom pro Jahr benötigt! (Berechnungsgrundlage: Arbeitspreis Strom 0,27 Euro/kWh, Betrieb 6.500 Stunden pro Jahr)

 

2: Warmes Wasser nicht verschwenden

Duschen statt Baden spart eine Menge Energie. Aber auch beim Duschen gibt es noch ein hohes Sparpotential: Duscht man nur eine Minute weniger und bei einem Grad niedriger, spart das bares Geld. Meist reicht eine Temperatur von 37 Grad. Generell sollte das warme Wasser beim Händewaschen und Zähneputzen nicht unnötig laufen.

 

3: LED und Energiesparlampe: sparsam und langlebig

Es lohnt sich, auch die allerletzten Glühlampen aus dem Haushalt zu verbannen, denn Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom bei einer zehnmal längeren Lebensdauer. Noch sparsamer und langlebiger sind LED-Lampen, sie benötigen bis zu 90 Prozent weniger Strom. Da machen sich die höheren Kosten schnell bezahlt.

 

4: Alte und ineffiziente Kühl- und Gefriergeräte austauschen

Auch wenn das Altgerät noch funktioniert, lohnt es sich, über eine Neuanschaffung nachzudenken. Ein Beispiel: Wird eine Kühl-Gefrierkombination aus dem Jahr 2000 gegen ein modernes A+++ Gerät ausgetauscht, lassen sich pro Jahr rund 70 Prozent der Betriebskosten sparen, das sind 80 Euro. Bei einer Lebenszeit von durchschnittlich 14 Jahren addiert sich die Einsparung auf über 1.100 Euro. (Berechnungsgrundlage: Arbeitspreis Strom 0,27 Euro/kWh)

 

5: Stand-by-Verluste vermeiden

Stand-by-Verbräuche im Haushalt können sich leicht auf 100 Euro pro Jahr addieren, denn Geräte wie Fernseher, PC, Router, Laserdrucker, schnurloses Telefon, Kaffeemaschine, DVD-Spieler, HiFi-Anlage und Spielkonsole stehen in den meisten Haushalten. Oft werden sie aus Bequemlichkeit nicht bzw. nicht ganz ausgeschaltet, manche Geräte haben aber auch keinen Aus-Schalter mehr. Hilfe kommt von der europäischen Ökodesign-Verordnung zur Vermeidung von Leerlauf- und Schein-aus-Verlusten (Stand-by): Seit 2013 darf die Leistungsaufnahme im Aus-Zustand sowie im Standby-Betrieb 0,5 Watt nicht überschreiten. Werden im Standby-Betrieb bestimmte Anzeigefunktionen bereitgestellt, darf die Leistungsaufnahme 1 Watt nicht überschreiten. Viel mehr ist aber bei vernetzten Geräten wie Router, Hub, Modem etc. erlaubt: hier ist der Standby-Verbrauch seit 2017 auf 8 Watt beschränkt. Vor allem bei älteren Geräten gilt daher: Durch Ausschalten bzw. durch Nutzung einer schaltbaren Steckerleiste Leerlauf- und Schein-aus-Verluste vermeiden.

 

6: Besser den Wäschetrockner verwenden

Der Wärmepumpen-Wäschetrockner sagt dem vormals schlechten Ruf des maschinellen Trocknens den Kampf an. Für Haushalte ohne Trockenplatz im Freien bietet er die wirtschaftlichste Trockenmethode, zudem arbeitet er schnell und schont Allergiker. Wärmepumpentrockner nutzen die Wärme aus der Abluft und werden dafür auch mit der besten Energieeffizienzklasse A+++ belohnt. Die sparsamsten konventionellen Kondensationstrockner erreichen dagegen maximal Energieeffizienzklasse B und verbrauchen mehr als doppelt so viel Strom wie Wärmepumpentrockner. So machen sich die Mehrkosten bei der Anschaffung bald bezahlt.

  

7: Wäsche waschen: One Klick down

Drei Viertel des Stroms benötigt die Waschmaschine zum Erwärmen des Wassers, die Mechanik (Schleudern und Drehen der Trommel) hat wenig Einfluss. Mit einer Verringerung der Waschtemperaturen lässt sich daher besonders viel Strom sparen. Normal bis leicht verschmutzte Wäsche wird auch schon bei niedrigen Temperaturen sauber: 40 statt 60 °C, 30 statt 40 °C und zum Auffrischen reichen sogar 20 °C. Bettwäsche und Handtücher müssen heutzutage nicht mehr gekocht werden – gut für die Haushaltskasse, denn der Waschgang bei 90 Grad benötigt fast 50 Prozent mehr Energie als eine 60 °C -Wäsche. Hohe Temperaturen sind nur noch in Ausnahmefällen nötig, wenn besondere Hygiene wichtig ist.
Bitte beachten: Das Waschmittel entsprechend der Bedienungsanleitung dosieren. Je Kalkhaltiger das Wasser, desto mehr Waschmittel ist nötig. Auskunft über die Wasserhärte erteilt der Wasserversorger.

 

8: Kältegeräte: Richtige Aufstellung spart Energie

Grundsätzlich gilt: Je kühler der Standort, desto geringer der Stromverbrauch – eine Verringerung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt den Stromverbrauch bei Kühlgeräten um etwa sechs Prozent, bei Gefriergeräten um drei Prozent. Als Faustregel gilt also: Kühlgeräte immer an einem möglichst kühlen Ort aufstellen. Außerdem sollten sie nicht neben einer direkten Wärmequelle stehen, sei es der Heizkörper oder auch die direkte Sonneneinstrahlung.

 

9: Gewusst wie: Stromverbrauch halbieren in der Küche

Wer in der Küche einige einfache Regeln berücksichtigt kann ohne größere Anschaffungen den Stromverbrauch beim Kochen halbieren:

  • Wasser immer im elektrischen Wasserkocher erhitzen
  • Kochtopf immer mit Deckel benutzen und nach dem Ankochen die Leistung der Kochstelle rechtzeitig reduzieren
  • Spezialgeräte wie Eierkocher und Kaffeemaschine nutzen sowie das Mikrowellengerät für kleine Mengen und kurze Garzeiten
  • Kaffeemaschine und Thermoskanne nutzen. Ideal ist eine Kaffeemaschine, die direkt in die Thermoskanne brüht
  • Im Verhältnis spart die Zubereitung größerer Mengen Energie (nur sinnvoll, wenn die gesamte Speisenmenge verwendet wird)
     
     
     

10: Energielabel: „A+“ ist oft die schlechteste Klasse

Das Energielabel ist eine europaweit vorgeschriebene Verbraucherinformation, die Geräte nach ihrem Energieverbrauch in Klassen einteilt, um sie einfach vergleichbar zu machen. Die Klassen werden mit farbigen Balken gekennzeichnet von dunkelgrün = niedriger Verbrauch bis rot = hoher Verbrauch. Die beste Klasse variiert zwischen „A“ und „A+++“, je nach Gerätegruppe. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen und Geschirrspülern dürfen sogar nur noch Geräte mit den Labelklassen A+ bis A+++ neu in den Handel gebracht werden. Die restlichen Klassen erfüllen nicht mehr die Ökodesign-Mindestanforderungen.

Aufgrund des technischen Fortschrittes verschärft die EU das Label und auch Ökodesign-Vorschriften nach und nach: Seit September 2018 fallen fast alle Halogenlampen unter das Verkaufsverbot der Ökodesign-Verordnung für Haushaltsbeleuchtung. Klare Lampen müssen Energieeffizienzklasse B oder besser erreichen. Bei Staubsaugern sind seit September 2017 die Klassen A+++ bis D Pflicht. Zudem darf die maximale Leistungsaufnahme nur noch 900 Watt betragen.

Besonders unübersichtlich ist die Regelung für Fernseher und Dunstabzugshauben:

Seit 2016 müssen neue Fernseher mit einem Energielabel mit den Energieeffizienzklassen von A++ bis E gekennzeichnet werden. Auf freiwilliger Basis darf aber bereits das Label mit A+++ bis D verwendet werden. Für Dunstabzugshauben sind seit Januar 2018 die Labelklassen A++ bis E Pflicht, A+++ bis D ist ebenfalls schon erlaubt.

Bei Heizungen gibt es als Besonderheit auch ein Altanlagen-Label: Schornsteinfeger müssen diese nach und nach etikettieren.

 

Quelle: BDEW

 

Sie haben noch Fragen?  

Termine für eine Energieberatung vereinbaren Sie bitte mit:

Kundenzentrum Obermarkt 1

02324 5001-55

Email senden