Zeitung auf einem Tisch

Stadtwerke Hattingen GmbH senkt Gas- und Strompreise 2016

(vom 22.10.2015)

Mit neuem Gas-Zweijahresangebot Preissicherheit bis Ende 2017

Die Stadtwerke Hattingen senken ihre Preise für Erdgas und Strom zum 1. Januar 2016. Alle Stadtwerke-Kunden erhalten in den nächsten Tagen einen persönlichen Brief, in dem die Preissenkung erläutert wird. Dazu werden weitere Einspar- und Wechselmöglichkeiten angeboten.

In der Gasgrundversorgung wie auch bei den Gassonderverträgen gibt es eine spürbare Ermäßigung. So zahlen Kunden im Einjahresvertrag 2016 immerhin 0,4 Cent/kWh weniger als 2015. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit rund 25.000 Kilowattstunden Gasverbrauch spart der Kunde 2016 damit 100 €. Für sicherheitsbewusste Kunden, die keine preislichen Überraschungen erleben wollen, gibt es den neuen Zweijahresvertrag „HATGAS Fix24“ bzw. „HATGAS Natur24“ beim Öko-Gas. Hier spart der Kunde sogar 0,45 Cent/kWh gegenüber 2015 und hat die Garantie, dass der Gaspreis bis Ende 2017 stabil bleibt.

Von dieser Sicherheit gibt es allerdings eine Ausnahme, die nicht in der Verantwortung der Stadtwerke liegt. Das sind die staatlichen Abgaben, Umlagen und Steuern, die alle Versorgungsunternehmen abführen müssen. Sollte also z. B. die Mehrwert- oder die Stromsteuer vom Staat angehoben werden, müssten die Stadtwerke ebenso wie alle anderen Anbieter dies ihren Kunden belasten. Falls aber die Gaspreise auf dem Weltmarkt steigen, tragen die Stadtwerke das alleinige Risiko.

Die Strompreise 2016 senken die Stadtwerke Hattingen trotz aller Mehrbelastungen um 1 %, während andere Versorger bereits Preiserhöhungen angekündigt haben. Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Wille: „Eigentlich hätten wir wegen der erhöhten staatlichen Abgaben unsere Preise um 3 Prozent anheben müssen. Wir senken aber, weil wir unseren Kunden entgegenkommen wollen.“

Bis vor wenigen Tagen hatten die Stadtwerke mit einer noch stärkeren Senkung gerechnet. Nun hat der Bundeswirtschaftsminister einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Förderumlagen, u. a. nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, weit über die Inflationsrate hinaus angehoben. Damit muss der Normalkunde durch staatlichen Druck den Ökostrom mit rund 6,4 Cent/kWh subventionieren. Für alle staatlich festgesetzten Leistungen, wie Netzentgelte, diverse Umlagen und Stromsteuer, zahlt der Normalverbraucher ab 2016 fast 18 Cent/kWh gegenüber 17 Cent im Vorjahr – Mehrwertsteuer eingeschlossen. So hat Deutschland derzeit neben Dänemark mit Abstand die höchsten Strompreise der EU – fast doppelt so hoch wie Frankreich.

Rund 75 % des Strompreises bestehen mittlerweile aus Steuern, staatlich festgesetzten Umlagen und sonstigen Zwangsabgaben, die vom Versorgungsunternehmen nicht beeinflusst werden können. Der Einkauf des Stroms und dessen Vertrieb an die Kunden machen dagegen nur noch rund ein Viertel des Abgabepreises aus. Hier hatten die Stadtwerke durch den Kundenzuwachs im ersten Jahr ihres Stromverkaufs bessere Konditionen im Einkauf erzielt, die jetzt nur noch teilweise weitergegeben werden können.

Stadtwerke-Geschäftsführer Jürgen Wille: „Ich bin schon ziemlich enttäuscht, dass die Bundesregierung uns den Vorteil abnimmt, den wir an unsere Kunden weiterreichen wollten.“

Wechselprämien, um neue Kunden zu gewinnen, wird es bei den Stadtwerken Hattingen auch weiterhin nicht geben. Jürgen Wille dazu: „Wechselprämien müssen von den Kunden finanziert werden, die einem Unternehmen die Treue halten. Ganz deutlich gesagt: einige springen von Versorger zu Versorger, um die Prämien mitzunehmen, alle anderen bezahlen das. Das ist sehr ungerecht gegenüber unseren langjährigen Kunden. Da machen wir nicht mit, und ich weiß, dass viele Menschen diese Einstellung begrüßen.“

Wille setzt auf faire Preise und auf Lokalpatriotismus, um Kunden zu halten bzw. zu gewinnen. Immerhin engagieren sich die Stadtwerke bei Schulen, Sportvereinen und Festen, um Hattingen lebenswert zu halten. Überdies führen die Stadtwerke Überschüsse weitgehend an die Stadt Hattingen ab. Bislang war dies eine sichere Bank für den Stadtkämmerer, der mit diesen Mitteln öffentliche Aufgaben finanziert. Was aber über Jahrzehnte als selbstverständlich angesehen wurde, ist mittlerweile in vielen großen Städten ein Auslaufmodell geworden. Finanziell klamme Städte wie Duisburg oder Hagen müssen mittlerweile ihre Versorgungsunternehmen mit hohen Millionenbeträgen stützen, um deren Untergang zu vermeiden. Wille: „Es wäre schön, wenn die Hattinger Bürger unseren Beitrag zum städtischen Wohlergehen honorieren würden, indem sie uns als ihren lokalen Versorger auswählen.“

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Ihr Ansprechpartner:

Steven Scheiker
Leiter Markt und Vertrieb

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